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Modernistische Route von Barcelona: Bergseite
Bergseite

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Modernistische Route von Barcelona - Bergseite

Die bedeutende Gebäude: 

Park Güell (1900-1914)  6  Architekt: Antoni Gaudí.
Ein Stadtgarten-Projekt ohne Gleichen. Der Park Güell wurde zwischen den Jahren 1900 und 1914 erbaut und im Jahre 1922 für das Publikum eröffnet, er wurde von der UNESCO zum Kulturerbe der Menschheit erklärt. Die anfängliche Idee bestand darin, eine Gartenstadt zu schaffen, eine Vorzeige-Wohnsiedlung weit ab von dem regen Stadtgetümmel, doch das Projekt scheiterte und von den 60 dort geplanten Parzellen wurden schlieβlich nur zwei bebaut. Der Park ist von einer Mauer umgeben, die ihn abgrenzt, und am Haupteingang stehen zwei mit Mosaiksteinen dekorierte Türme. Es lassen sich vor allem die zwei Zentralplätze hervorheben: der erste von ihnen ist der so genannte Sala de les Cent Columnes (Saal der hundert Säulen) obwohl er in Wirklichkeit nur über 86 Säulen im dorischen Stil verfügt, die in einem kurvigen Kranzgesims enden, das mit polychromer Keramik dekoriert ist. Von hier aus hat man über eine schöne Freitreppe Zugang zum Gran Plaça Circular (Groβe Circular Platz) von wo aus ein hervorragender Ausblick auf die Stadt möglich ist. Die ornamentale und abstrakte Arbeit des Josep Jujol hob diesen groβartigen Komplex auf geniale Weise hervor.

Hospital de Sant Pau (1902)  25  Architekt: Lluís Domènech i Montaner.
167, Sant Antoni Mª Claret Straβe.
Die Bedeutung dieses architektonischen Komplexes liegt darin, dass es der Architekt verstanden hat, die Krankenhausfunktion, für die es hauptsächlich erbaut wurde, mit einer absolut künstlerischen Anschauungsweise und groβer Naturverbundenheit vereinen konnte. Die verbleiten Glasfenster, Elemente der Reinheit der Seele, sind überall in dem Bauwerk zu finden, das im Jahre 1977 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt wurde. Die Skulpturen, Wasserspeier, Friese und Reliefarbeiten sind ein Werk des Pau Gargallo und stellen eines der sichtbarsten Elemente des Gebäudes dar. Doch unter Erde ermöglicht eine unterirdische Galerie die Verbindung zwischen den Gebäuden, was bei Zivilbauten weltweit als beispiellos bezeichnet wird. Das gesamte ursprünglich mit 48 Pavillons geplante Monument wurde erdacht, um die Arbeiten der Ärzteteams zu vereinfachen und den Besuchern gleichzeitig ein Freiluftmuseum zu bieten. Die mühsamen Schmiedeeisenarbeiten werden mit den Operationssälen, der Bibliothek, der Kirche oder Notaufnahmestationen vereint. Seine zahlreichen Pavillons im Neo-Mudejar-Stil werden von schönen Gärten gesäumt.

Pavellons Güell (1887)  30  Architekt: Antoni Gaudí.
7, Avinguda de Pedralbes.
Eusebi Güell (Mäzen Gaudís) wollte im Jahre 1883 die immens groβe Finca erweitern, die sein Vater einige Jahre zuvor in dem Gebiet Pedralbes erworben hatte. Gaudí wurde mit einem Teil der Reformarbeiten (1884-1887) beauftragt, die unter der Leitung von Joan Martorell standen. Gaudí projektierte den Garten und die Pavillons am Eingang der Finca an dem Weg (heute der Paseo de Manual Girona) der von der Straβe Sarría dorthin führte. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts befand sich auf dem Grundstück das Sommerhaus der Familie Güell sowie Ackerland, das von der Familie bebaut wurde. Für dieses Werk inspirierte sich Gaudí in dem Garten der Hespérides, genau so wie Jacint Verdaguer ihn in seinem Gedicht L'Atlàntida beschrieben hatte. Verdaguer hatte dieses Gedicht dem Schwiegervater von Güell gewidmet, dem Markgrafen von Comillas, und kurioserweise hatte er es in derselben Finca auch verfasst. Der Eingang zeichnet sich vor allem durch die so genannte Porta del Drac (Drachentür) aus, eine groβartige Skulptur aus Schmiedeeisen, die den mythologischen Drachen von Verdaguer symbolisiert, er besitzt Fledermausflügel, einen beschuppten Körper und ist mit offenem Maul und einer gewundenen Zunge dargestellt. Der Gegner des Drachen war nicht San Jorge, sondern Hércules, weil L'Atlàntida ein Gedicht war, in dem die Referenzen mediterranisiert wurden. Der Baum des Gartens der Hespérides de Verdaguer ist z.B. nicht der Apfelbaum, wie in dem klassischen Mythos, sondern der mediterrane Orangenbaum: an dem rechten Türpfosten der Porta del Drac brachte Gaudí die kleine Skulptur eines Orangenbaums mit goldenen Orangen an. Im Jahre 1984 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt wurde.

Casa Vicens (1885)  3  Architekt: Antoni Gaudí.
18, Carolines Straβe.
Dieses Gebäude steht im Einklang mit dem Beginn des Zeitalters des Art Nouveau, Modernismus und Jugendstil. Das Projekt lässt erkennen, dass es von einem Fliesen- und Kachelhersteller in Auftrag gegeben wurde. Im Jahre 1883 beauftragte Manuel Vicens Montaner den Architekten Gaudí mit der Durchführung des Baus dieses so eigentümlichen Gebäudes im neogotischen Stil. Die Mosaik-Dekoration erinnert an eher orientalische Stilarten und stellt eine Vorwegnahme der so eindrucksvollen Fantasie und Vorstellungskraft Gaudís dar. Im Jahre 1984 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt wurde.

La Rotonda (1918)  5  Architekt: Adolf Ruiz i Casamitjana.
51, Passeig de Sant Gervasi.
Ein Projekt aus dem Jahre 1902, obwohl es erst später erbaut wurde. Es handelt sich um eine beinahe epische Konzeption, die gut an diesen so relevanten Ort angepasst wurde.

Andere wichtige Gebäude: 

Casa Bellesguard (1909)  Architekt: Antoni Gaudí.
16, Bellesguard, Straβe.
Dieses Gebäude wurde von Gaudí zwischen den Jahren 1900 und 1908 entworfen und erbaut, das casa Bellesguard befindet sich an demselben Platz, an dem früher eine alte Burg stand. Diese mittelalterliche Vergangenheit diente Gaudí als Inspiration zur Konstruktion des neuen Bellesguard (schöner Aussichtspunkt), ein Name, der sich auf die schöne Aussicht bezieht den man von dort aus auf Barcelona genieβt. Das Haus erinnert an die mittelalterliche Vergangenheit und besitzt von Auβen gesehen eine gewisse Ähnlichkeit mit einer Burg, die über Turm und Zinne verfügt, obwohl der gaudische Touch deutlich zu erkennen ist. Die Vertikalität des Gebäudes wird durch den konischen Turm hervorgehoben, der mit dem vierarmigen Kreuz gekrönt ist, welches ja so charakteristisch für die Werke Gaudís ist. Als Baumaterial wurden Steine und Ziegel verwendet, die auf wunderschöne Weise mit bemalten Mosaiksteinen und Details aus Schmiedeeisen verziert sind.

Casa Roviralta “Frare Blanc” (1913)  2  Architekt: Joan Rubió.
31, Avinguda del Tibidabo.
Ein Einfamiliengebäude, das den ganzen Glanz einer Epoche und auch dieser einzigartigen Wohngegend beibehält.

Col•legi de les Teresianes (1890)  4  Architekt: Antoni Gaudí.
85, Ganduxer Straβe.
Die prekäre finanzielle Situation des Eigentümers stellte kein Hindernis dar, um trotz der erzwungenen Schlichtheit ein groβartiges Werk zu vollbringen.